BAT bringt in Korea E-Zigaretten mit synthetischem Nikotin auf den Markt.
Der globale Tabakriese British American Tobacco hat am Montag in Südkorea, dem ersten Markt weltweit, der das Produkt auf den Markt bringt, offiziell seine E-Zigarette Nomad Sync 5000 mit synthetischem Nikotin als Liquid eingeführt.
Die Nomad Sync 5000, erhältlich in den Geschmacksrichtungen „Lila“ und „Kalt“, bietet bis zu 5.000 Züge mit einem Tankvolumen von 10 Millilitern und einer Nikotinkonzentration von 0,9 Prozent. Das Produkt ist zum Preis von rund 17.000 Won (12 US-Dollar) landesweit in Vape-Shops erhältlich.
BAT Rothmans, die koreanische Tochtergesellschaft des Unternehmens, führte das koreanische Marktdebüt des Produkts auf den regulatorischen Rahmen des Landes zurück.
„Südkorea ist das einzige OECD-Land, in dem synthetische Nikotinprodukte getrennt von natürlichen Nikotinprodukten reguliert werden“, sagte ein Sprecher von BAT Rothmans. „Diese einzigartige Unterscheidung schafft ein innovationsfreundliches Umfeld und ermöglicht es uns, Produkte, die hohen Branchenstandards entsprechen, verantwortungsvoll einzuführen.“
Nach den derzeitigen Tabakgesetzen Koreas werden nur Produkte, die aus Tabakblättern gewonnen werden, als Tabak eingestuft. Synthetische Nikotinprodukte sind daher von Steuern, Warnhinweisen, Werbebeschränkungen und Verkaufsbeschränkungen für Minderjährige ausgenommen.
Trotz dieser regulatorischen Lücke betonte BAT Rothmans die freiwillige Einhaltung lokaler Standards, einschließlich der Anzeige von Gesundheitswarnungen und der Vermeidung einer Ansprache von Jugendlichen durch die Markenbotschaft.
In den letzten Jahren haben synthetische Nikotinprodukte einen starken Marktanteil im koreanischen Markt für flüssige E-Zigaretten erreicht und machten laut dem Koreanischen Institut für Gesundheitsförderung im Jahr 2022 92,2 Prozent aller flüssigen E-Zigaretten aus, gegenüber 76 Prozent im Jahr 2020. Auch die Importe von synthetischem Nikotin haben sich im gleichen Zeitraum vervierfacht, was die steigende Nachfrage widerspiegelt.
Inzwischen veranlassen wachsende Bedenken hinsichtlich der Fairness der Regulierungsbehörden und potenzieller Sicherheitsrisiken Gesetzgeber sowohl der regierenden als auch der oppositionellen Parteien dazu, Gesetzesänderungen vorzuschlagen, die in erster Linie darauf abzielen, Nikotin – unabhängig von seiner Herkunft – als regulierte Substanz im Sinne der geltenden Tabakgesetze einzustufen.
Das Ministerium für Gesundheit und Soziales hat ebenfalls Alarm geschlagen. In einem kürzlich der Nationalversammlung vorgelegten Bericht warnte es davor, dass synthetische Nikotinprodukte schädliche, bei der Herstellung entstehende Chemikalien enthalten könnten und daher ähnlichen Regulierungen wie natürliche Nikotinprodukte unterliegen sollten.











