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Warum ist es in den aktuellen europäischen und amerikanischen Modekreisen so beliebt, Zigaretten im Mund zu haben?
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Warum ist es in den aktuellen europäischen und amerikanischen Modekreisen so beliebt, Zigaretten im Mund zu haben?

18.04.2025

Wer in den letzten zwei Jahren auf TikTok unterwegs war oder europäischen und amerikanischen Trendsettern auf Instagram gefolgt ist, dem ist vielleicht ein Detail aufgefallen: Viele Leute halten eine weiße Tüte im Mund oder ein kleines, durchsichtiges Glas in der Hand, unterhalten sich und machen Fotos vor der Kamera mit einem coolen Gesichtsausdruck und der Bildunterschrift „bumping“ oder „zinned out“.

Wer in den letzten zwei Jahren auf TikTok unterwegs war oder europäischen und amerikanischen Trendsettern auf Instagram gefolgt ist, dem ist vielleicht ein Detail aufgefallen: Viele Leute halten eine weiße Tüte im Mund oder ein kleines, durchsichtiges Glas in der Hand, unterhalten sich und machen Fotos vor der Kamera mit einem coolen Gesichtsausdruck und der Bildunterschrift „bumping“ oder „zinned out“.

Es handelt sich hierbei weder um eine neue Art Lippenstift noch um eine seltsame Zahnseidebox.

Es handelt sich um einen Nikotinbeutel, der umgangssprachlich als „Rauchen im Mund“ bezeichnet wird.

Vom nordischen Alten zum coolen Typen aus L.A.: Die Evolution des Rauchens im Mund

Tatsächlich ist oraler Tabakkonsum nicht neu. Sein Prototyp, Snus, ist in Schweden und Norwegen seit Jahrzehnten beliebt. Dabei handelt es sich um feuchten Tabak, der zwischen Zahnfleisch und Lippen geklebt wird, um Nikotin freizusetzen. Die in europäischen und amerikanischen Modekreisen populär gewordene Variante ist eine verbesserte, rauch- und tabakfreie Version. Viele Marken bieten sogar „rauchloses Nikotin“ an, das eher einem Zuckerersatz ähnelt.

Dieses kleine Glas, das man im Mund hält, wird von jungen Leuten scherzhaft als „mentaler Fidget Spinner“ bezeichnet und wirkt erfrischend und gleichzeitig sehr „streetpunkig“. In Soho in New York, Shoreditch in London oder Melrose in Los Angeles gehört das Rauchen einer Zigarette im Mund längst zum Look, genau wie klobige Schuhe, Y2K-Sonnenbrillen und Vintage-Rennjacken.

Warum hat die Modebranche sich plötzlich in es verliebt?

  1. Die „Kopf-hoch-Methode“ zur Befreiung der Hände

Die frühere „von oben verordnete Kultur“ basierte auf Rauchen und E-Zigaretten, doch dazu musste man ein Feuer anzünden, Rauch ausatmen und einen geeigneten Ort finden. In den streng rauchregulierten Städten Europas und Amerikas hat sich dies allmählich zu einem „problematischen Verhalten“ entwickelt. Und eine Zigarette im Mund zu halten, ohne sie anzuzünden, zu rauchen oder den Rauch auszuatmen, ist so bequem wie ein Stück Kaugummi zu kauen.

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  1. Attraktivere „rebellische Symbole“

Trendkultur ist im Grunde eine Form der Rebellion. Skateboarden, Graffiti, Funktionskleidung, Tattoos … all das waren einst Randgruppen. Doch der Trend der E-Zigarette hat nachgelassen, und neue Trendsetter brauchen einen neuen „schlechten Angewohnheits-Look“. Das Rauchen im Mund erfüllt dieses Bedürfnis perfekt.

☺ Nicht störend (kein Rauch)

☺ Starke soziale Eigenschaften („Wie viele Milligramm haben Sie verwendet?“ „Wie viele Tabletten haben Sie heute eingenommen?“)

☺ Das Verpackungsdesign ist sehr trendy (ZYN, VELO, Rogue haben alle gemeinsame Designs).

☺ Das Foto sieht super aus (einschließlich des hochgezogenen Mundwinkels, mit einem Hauch von Y2K-Cyberpunk-Vibe)

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  1. Prominente als Verkaufsschlager: Wer treibt diesen Trend voran?
  • Josh Brolin (der Thanos in "The Avengers" spielte) gestand in einem Podcast, dass er den ganzen Tag ZYN-Zigaretten raucht und sie sogar "nicht einmal beim Schlafen auspackt", womit er "Sucht" direkt in ein Macho-Image verwandelt.
  • Robert F. Kennedy Jr., einer der Präsidentschaftskandidaten der Vereinigten Staaten, steckte sich während einer Senatsanhörung heimlich eine Zigarette in den Mund. Die Szene wurde gefilmt und ging sofort viral. Alle sagten: „Aha, der Präsident raucht also auch!“
  • Jamie Vardy und andere englische Fußballstars wurden schon beim Rauchen während des Spiels erwischt und haben sogar öffentlich erklärt, dass sie dadurch „entspannter und konzentrierter“ seien.

Diplo, Lil Yachty, Post Malone und andere Musiker nutzen es oft privat, was in Kombination mit ihrem amerikanischen Retro-Stil einfach ein „tragbares Accessoire“ darstellt.

Diese Leute zusammen sind im Grunde die treibende Kraft hinter TikTok, trendigen Medien und der Mainstream-Kultur und haben das Konzept von „etwas, das von schwedischen Arbeitern erfunden wurde“ direkt in ein „soziales Artefakt der Generation Z“ verwandelt.

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Ist es eine „gesunde Alternative“ oder eine „neue Sucht“?

Letztendlich handelt es sich immer noch um ein nikotinhaltiges Produkt.

Im Kern geht es immer noch um Sucht.

Einige Anwender berichten, dass sie mit Kaugummi angefangen haben, aber versehentlich von „2 Tabletten pro Tag“ auf „12 Tabletten pro Tag“ umgestiegen sind. Manche, wie Josh Brolin, nehmen sie sogar im Schlaf ein.

Viele ehemalige Raucher berichten jedoch auch, dass sie erfolgreich mit dem Rauchen aufgehört haben oder es während der Arbeit als „mentales Vitamin“ genutzt haben.

Zusammenfassend:

Das Rauchen im Mund ist ein beliebtes „orales Nikotinpflaster“ unter jungen Trendsettern und löst gleichzeitig einen gesellschaftlichen Trendsturm der „gesunden Alternativen“ aus.

Man kann es als ein „trendiges Funktionsgetränk“ oder als eine „neue Form der Nikotinsucht“ betrachten.